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Tief verwurzelt – die Heilkraft aus dem Erdreich

  • Autorenbild: Astrid Hasselmann
    Astrid Hasselmann
  • 26. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit
Frisch geernteter Ingwer, Baldrian und getrocknete Süßholzwurzel auf Leinentuch – die Heilkraft der Wurzel in ihrer ganzen Vielfalt.

Wurzeln tragen die Kraft der ganzen Pflanze in sich. Tief in der Erde verankert, speichern sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch hochwirksame sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Naturheilkunde seit Jahrhunderten geschätzt werden. Sie stehen für Erdung, Vitalität und Regeneration – und genau das können sie auch für unseren Körper leisten.


Gerade in den kalten Monaten lohnt sich ein Blick unter die Erde: Viele Heilwurzeln haben wärmende, entzündungshemmende oder schmerzstillende Eigenschaften. Ob als Tee, Tinktur oder äußerliche Anwendung – die natürliche Unterstützung aus dem Wurzelreich ist vielseitig einsetzbar und dabei gut verträglich.


Kraftvolle Heilwurzeln im Überblick


Ingwer – Wärmt von innen

Ingwerwurzel ist bekannt für ihre scharfen Gingerole. Diese regen die Durchblutung an, wirken entzündungshemmend und können bei Erkältungen, Muskelschmerzen oder Verdauungsproblemen Linderung verschaffen.Anwendung: frisch als Tee oder in einem wärmenden Fußbad.


Teufelskralle – Für Gelenke & Muskeln

Die südafrikanische Wurzel enthält Iridoidglykoside, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken – besonders bei chronischen Gelenkschmerzen, Arthrose oder Rückenschmerzen.Anwendung: als Kapsel, Tinktur oder äußerlich als Salbe.


Baldrian – Für Ruhe & Schlaf

Die Baldrianwurzel wirkt entspannend auf das Nervensystem und wird klassisch bei innerer Unruhe, Stress und Schlafproblemen eingesetzt.Anwendung: als Tee oder Tinktur (z. B. abends vor dem Schlafen).


Süßholzwurzel – Bei Husten & Magen

Die Wurzel schmeckt süßlich und enthält Glycyrrhizin, das entzündungshemmend und schleimlösend wirkt.Anwendung: als Tee bei Husten oder Magenschleimhautreizungen (nur begrenzt und nicht bei Bluthochdruck!).


Eibischwurzel – Sanft für Schleimhäute

Diese Wurzel bildet Schleimstoffe, die reizlindernd auf Hals, Magen und Darm wirken.Anwendung: als Kaltauszug oder Tee bei Reizhusten oder Magenbeschwerden.


DIY-Rezept: Wärmender Wurzeltee

Dieser Tee eignet sich wunderbar bei kalten Füßen, Erschöpfung oder beginnenden Infekten:

Du brauchst:

  • 1 TL geschnittene Ingwerwurzel

  • 1 TL Süßholzwurzel

  • 1 TL getrocknete Eibischwurzel

  • optional: etwas Zimt oder Kardamom für den Geschmack

Alles mit 300 ml kochendem Wasser übergießen, 10–15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und warm genießen.


Tipp: Wer mag, kann den Tee mit etwas Honig verfeinern – vor allem bei Husten sehr angenehm.


Getrocknete Heilwurzeln in rustikalen Holzschalen auf einem Holztisch – natürliche Hausmittel aus dem Erdreich.

Anwendungstipps & Hinweise

  • Innerlich eignen sich die meisten Wurzeln als Tee, Tinktur oder Kapsel.

  • Äußerlich wirken sie als Umschläge, Bäder oder in Salbenform – z. B. Teufelskralle bei Gelenkbeschwerden.

  • Achte auf gute Qualität, vor allem bei Wurzeln in Teemischungen oder Tinkturen.


Wichtig: Manche Wurzeln sind nicht für den Dauereinsatz geeignet (z. B. Süßholz bei Bluthochdruck). Im Zweifel bitte ärztlich oder fachlich beraten lassen.


Heilwurzeln schenken uns ihre Kraft direkt aus dem Erdreich – tief, beständig und vielseitig einsetzbar. Ob zur Linderung von Schmerzen, bei Husten oder zur Unterstützung des Nervensystems: In der Naturheilkunde gehören sie zu den bewährten Helfern.

Nimm dir Zeit, diese Schätze kennenzulernen und achtsam in deinen Alltag zu integrieren – deine Gesundheit wird es dir danken.

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